Die Geschichte der Firma Lancia

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Informationen zu der traditionsreichen italienischen Automobilfirma Lancia von 1881 - Heute
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Die Fahrzeuge aus dem Hause Lancia wurden von internationalen Karosserie-Designern sehr geschätzt.

Schon die ersten produzierten Lancia wurden auf Kundenwunsch mit Sonderaufbauten ausgestattet. Im Jahre 1908 hat es erste Sonderkarosserien für den amerikanischen Markt gegeben, die in geringer Auflage entworfen und produziert wurden.
Es liessen sich große Unterschiede in den Vorzügen des Karosserie-Designs zwischen dem amerikanischen und europäischen Markt erkennen. Die Amerikaner bevorzugten ausgefallene Stilelemente mit voluminösem Aufbau. Die Vorzüge bei den Europäern liessen sich stark an Eleganz und Sportlichkeit festmachen.

In den frühen Jahren der Automobilproduktion wurden die ersten Aufbauten noch von Kutschenmachern produziert. Eine eigene Herstellung von Karosserien wäre zu aufwändig und finanziell nicht tragbar gewesen. Eine sehr gelungene und beliebte Version eines Lancia Gamma-Aufbau für Langstrecken wurde unter der Bezeichnung "Berlina de Viaggio" angeboten.
Im Jahre 1919 wurden sogenannte Landaulette-Aufbauten gefertigt. Diese Versionen wurden in erster Linie für die Chauffage entworfen.
Ein überaus erfolgreicher und auf diesem Einsatzgebiet spezialisierter Karosseriebauer war Schutter & van Bakel.
Die Fertigung von sportlichen Karosserien übernahmen in den folgenden Jahren Carrozzeria Varesina und Carrozzeria Touring. Diese Designer vermochten es extreme Sportlichkeit mit Eleganz und Luxus zu paaren.
Die Ära des Lancia Lambda brachte dem wohl bekanntesten Karosseriebauer Pinin farina einen ganz besonderen Stellenwert im italienischen Karosseriedesign ein.
Battista Pinin farina produzierte einen Großteil der Karosserien für die Firma Lancia und erlang damit durch seinen Erfolg ein überaus hohes Ansehen.
Whittingham & Mitchell kreierte für den Lancia Augusta eine Sonderkarosserie, die dem Einsatzgebiet angepasst wurde. Staufächer und Zusatzeinrichtungen für technische Geräte wurden in diese Karosserie integriert.
Aussergewöhnliche Aufbauten, die durch ihre extreme Stromlinienform und die ausgefallenen Stilelemente Aufsehen erregten wurden von Stabilimenti Farina karosseriert.
Dieses Design traf genau den Geschmack der amerikanischen Kundschaft. Verschiedene Modelle des Lancia Astura wurden mit diesen Karosserien für den amerikanischen Markt exportiert.
Der Lancia Aprilia Aerodinamica verfügte über eine extreme Stromlinienkarosserie, die über einen cw-Wert von nur 0.40 verfügte, der für damalige Verhältnisse einen phänomenalen Wert darstellte. Ein recht unbekannter aber exklusiver Karosseriedesigner war die schweizer Firma Langenthal. Es wurden Fahrzeuge aus dem Hause Citroen bevorzugt. Jedoch wurden auch einige Lancia Aprilia mit diesen wunderschönen Blechkleidern versehen, die etwas an die schwungvollen Linien von Pinin Farina erinnerten.
Die italienische Karosseriefirma Riva, dessen Name eher durch sehr exklusiven Bootsbau bekannt ist, fertigte spezielle Karosserien für den Lancia Aprilia. Der Lancia Aprilia Barchetta war ein ausgesprochen sportliches Fahrzeug mit einer Linienführung, die auch von Zagato stammen könnte.

Die folgenden Bilder zeigen einen Lancia Aprilia Barchetta Pagani:




Der erfolgreiche Lancia Aurelia wurde aufgrund seiner Beliebtheit und seinem Bekanntheitsgrad im Rennsport als Premiumfahrzeug für zahlreiche Karosseriebauer als Basis verwendet. Es gibt kaum einen Hersteller, der nicht einen Lancia Aurelia mit seiner Handschrift "veredelte". Vignale karosserierte eine Vielzahl von wunderschönen Lancia Aurelia. Die französische Firma Pichon-Parat nahm sich dem Lancia Aurelia B20 Coupe an und veränderte die Front mit Doppelscheinwerfer, zusätzlichen Lüftungsgittern und einer geänderten Motorhaube. Einige Details erinnern an Modelle des französischen Facel Vega und den englischen Sunbeam Venezia.

Ein Bild dieses sehr seltenen "Aurelia B20 Pichon-Parat" ist hier zu sehen:


Lancia Aurelia - Pichon Parat

Ghia kreierte für den Lancia Aurelia B52 eine Karosserie die zunächst an amerikanische Fahrzeuge erinnerte. Eine ungewöhnliche Linienführung die auf den zweiten Blick durchaus gefällt.
Das Design des Lancia Aurelia B56 Florida aus dem Jahre 1955 ist eine sehr extravagante Kreation aus dem Hause Pininfarina, die man bisher in dieser Form noch nicht kannte. Futuristische Stilelemente, wie die in dem oberen Bereich der Kotflügel angeordneten Scheinwerfer und eine insgesamt sehr auf den amerikanischen Stil ausgerichtete Karosserie lassen diesen Aurelia zu einem besonderen Exemplar werden, welches in nur 4 Einheiten gefertigt wurde:



Der wohl extravaganteste Automobil- und Industriedesigner war der Amerikaner Raymond Loewy. Seine Kreation eines auf einem Lancia Flaminia-Chassis basierten Loraymo traf nicht unbedingt auf Wohlgefallen. Der Lancia Loraymo ist aber mit seinem eigenen Design sicherlich ein unbestrittener Blickfang.

Der folgende Lancia "Raggio Azzurro" wurde von Michelotti entworfen und bei Vignale gebaut. Enrico Nardi kümmerte sich um die Technik, die auf einem Lancia Aurelia B20 basierte und mit diversen Verbesserungen des Chassis und des Motors eine Leistungssteigerung auf 190 PS erfuhr. Der 60° 2.5 Liter V6 passte sehr gut zu diesem sportlich eleganten Fahrzeug und verhalf dem "Raggio Azzurro" zu guten Fahrleistungen. Das Fahrzeug wurde im Jahre 1958 auf der Turiner Motorshow präsentiert. 1990 wurde der "Raggio Azzurro" komplett restauriert und auf dem Concours d'Elegance in Pebble Beach zum ersten Mal wieder der Öffentlichkeit vorgestellt.



Mit den Jahren etablierten sich noch andere Designer wie Giugiaro, Frua, Ghia, Viotti und Michelotti.
Der wirtschaftliche Faktor rückte mit den Jahren immer mehr in den Mittelpunkt, so daß sehr viele Designer ihre Stellung in der automobilen Industrie aufgrund finanzieller Probleme nicht mehr halten konnten. Es entstanden firmeninterne Karosseriezentren wie ItalDesign, dessen Name besser unter Giugiaro bekannt ist.


Lancia Aprilia Barchetta - Riva
Lancia Aprilia Barchetta
Karosserie: Riva

Lancia Augusta - Whittingham & Mitchell
Lancia Augusta
Karosserie: Whittingham&Mitchell
Lancia Aurelia B52 - Ghia
Lancia Aurelia B52
Karosserie: Ghia

Lancia Loraymo (Flaminia) - Raymond Loewy
Lancia Loraymo (Flaminia-Basis)
Karosserie: Raymond Loewy




Die italienische Karosseriefirma Stola hat sich dem aktuellen Modell Thesis angenommen und eine Variante mit verlängertem Radstand erschaffen. Zusätzlich wurde der schon sehr exklusiv ausgestattete Innenraum aufgewertet und mit weiteren Echtholzapplikationen und  zusätzlichen multimedialen Einrichtungen für den gehobenen Einsatz im Geschäftsleben versehen. Diese Businessvariante des Thesis wird unter der Bezeichnung Lancia Thesis Stola S85 geführt und soll die italienische Variante des Maybach darstellen:




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Eine Übersicht über damalige und neuzeitliche Karosserie-Designer, die Karosserien für Lancia-Modelle angefertigt haben oder noch anfertigen:

Deutschland

Amerika

England
  • Abbey Coachworks
  • Abbot of Farnham
  • Albany
  • Carlton Carriage
  • Charles
  • Childs & Hammersmith
  • Gurney Nutting
  • Kevill, Davies & March
  • Mayfair Carriage
  • Mulliner
  • Weymann
  • Whittingham & Mitchell

Frankreich
  • Pichon Parat
  • Pourtout
  • Saoutchik

Italien
  • Alessio
  • Barbi - offizielle Homepage
  • Bianchi
  • Boneschi
  • Varesina
  • Casaro (Nutzfahrzeuge)
  • Castagnero
  • De Simon (Nutzfahrzeuge)
  • Garavini (Nutzfahrzeuge)
  • Ghia
  • Locati & Torretta
  • Menarini (Nutzfahrzeuge)
  • Moncalvo
  • Nardi
  • Orlandi (Nutzfahrzeuge)
  • Pagani - offizielle Homepage
  • Rapi
  • Revelli Beaumont
  • Riva
  • Sessano
  • Stabilimenti Farina
  • Varesina (Nutzfahrzeuge)
  • Viberti (Nutzfahrzeuge)
  • Viotti
  • Zagato - offizielle Homepage

Niederlande
  • Schutter & van Bakel

Schweiz
  • Felber
  • Langenthal

Tschechoslowakei
  • Sodomka
 
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