Die Geschichte der Firma Lancia

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Informationen zu der traditionsreichen italienischen Automobilfirma Lancia von 1881 - Heute
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Vincenzo Lancia hat sich schon sehr früh im Rennsport engagiert.

Seine Stellung als Werksfahrer bei F.I.A.T. und die damit verbundene Erfahrung haben ihm zahlreiche Siege eingebracht.
Die ersten großen Erfolge hat Vincenzo Lancia mit einem Fiat 12HP Corsa erzielt.
Seine erste eigene Kreation der Lancia Alfa wurde in einer Rennsportversion als "Lancia Alfa Sport" für den entsprechenden Einsatzzweck umgebaut. Leichtbau und Zuverlässigkeit standen an erster Stelle. Diese Version ist auf den folgenden Bildern zu sehen:





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Der massive Messingkühler mit dem
geschwungenen Schriftzug.



Vollholzspeichenfelgen mit den
Spannelementen für den äusseren Felgenring.



Aussenliegende Handbremse
des Lancia Alfa Sport.



Der voluminöse Tank liegt direkt
hinter den beiden Einzelsitzen.


Vincenzo produzierte nun einen eigenen leistungsgesteigerten Lancia mit einem 6-Zylindermotor, mit dem er verschiedene Rennen bestritt. Der Dialfa Corsa war unbestritten ein technisches Meisterwerk und ausgesprochen leicht konstruiert und stark motorisiert. Der in den 20er Jahren vorgestellte Lancia Lambda vereinte hochtechnische Neuerungen und beste Voraussetzungen für rennsportliche Weiterentwicklungen. Der Lancia Lambda wurde erfolgreich in verschiedenen Langstreckenrennen und Bergrennen eingesetzt. Erfolg sollte auch die mehrjährige Teilnahme an der größten italienischen Veranstaltung, der Mille Miglia, versprechen. Die Firma Lancia setzte verschiedene Varianten des Lancia Lambda erfolgreich als Werksrennwagen ein und stärkte damit das Ansehen im Rennsport.

Die folgenden Bilder zeigen einen "Lancia Lambda MilleMiglia Spider" mit einer Karosserie von Zagato, auf denen die höhergelegten Trittbretter für den Renn- und Rallyeeinsatz gut zu erkennen sind.



Vincenzo Lancia konnte aufgrund der gewonnenen Erfahrung die Ergebnisse nahtlos in die Produktion seiner Serienfahrzeuge einfließen lassen. Das war sicherlich auch der Grund das alle produzierten Serienfahrzeuge immer eine gewisse Sportlichkeit vermittelten.
Vincenzo Lancia gönnte sich nun für einige Zeit eine Ruhepause und zog sich zunächst aus dem Rennsport zurück.
Erst im Jahre 1952 beteiligte sich Lancia mit dem Lancia Aurelia B20 GT an verschiedenen Veranstaltungen wie der Sizilien-Rundfahrt, der Targa Florio, der Mille Miglia und dem grossen Rennen in Le Mans. Es entstand eine eigene Motorsportabteilung, die von Gianni Lancia mit großem Enthusiasmus geleitet wurde. Mit nun eigens für den Renneinsatz entwickelten Sportwagen Lancia D20, Lancia D23 und Lancia D24 auf Basis des Aurelia gewann Lancia unter anderem die anspruchsvolle und prestigeträchtige Carrera Panamericana die zu den härtesten Rennen der Welt zählte.






Den Höhepunkt der Motorsporterfolge bildete die Teilnahme mit dem Lancia D50 an der Formel 1-Weltmeisterschaft in den Jahren 1954 und 1955. Der Lancia D50 war eine stattliche Erscheinung mit aussenliegenden Tanks, einem Gitterrohrrahmen und einem Gewicht von nur 600kg. Die Leistung des 8-Zylinder-Motors betrug bis zu 260PS und beschleunigte den Rennwagen auf 280 km/h.

Der Motorsport war ein sehr kostenintensives Geschäft und führte relativ schnell zu einem unkalkulierbaren Liquiditätsproblem der Firma Lancia. Gianni Lancia musste schnell handeln um das Unternehmen zumindest kurzfristig über Wasser zu halten. Intensive Gespräche mit finanzstarken Sponsoren wurden geführt.
Nachdem eine Entscheidung getroffen werden musste, wurde ein Großteil der Aktien an den Großindustriellen Carlo Pesenti verkauft um die Firma übergangsweise zahlungsfähig zu halten.
Nach dem tragischen Tod des Rennfahrers Alberto Ascari übergab Lancia in der Saison 1955 die Rennabteilung an die Scuderia Ferrari. Juan Manuel Fangio gewann mit dem Lancia D50 im Jahre 1956 seinen vierten Weltmeistertitel.

Das Jahr 1958 brachte die neue "Formel Junior" hervor, so daß neue sportliche Entwicklungen anstanden. Der im Jahr 1912 geborene Angelo Dagrada war für seine verschiedenen Konstruktionen in der 750ccm und 1100ccm Klasse berüchtigt. Er konstruierte einen leichten und verwindungssteifen Rahmen und implantierte einen überarbeiteten Appia-Motor mit geändertem Zylinderkopf, der ähnlich dem "Apfelbeck-Prinzip" über diagonal angeordnete Ansaug- und Abgaskanäle verfügte. Durch diesen Umbau erreichte der Motor eine Leistung von annähernd 100 PS, die dem sehr leichten Rennwagen enorme Fahrleistungen verschafften.
Mehr Informationen zu dem "Apfelbeck-Prinzip" erhalten Sie in der Rubrik "Spezialmotoren" und "Lancia Technik".

Die folgenden Bilder zeigen einen "Dagrada Lancia" aus dem Jahre 1959 mit Appia-Motor:

Das folgende Poster zeigt Giancarlo Baghetti in einem Dagrada zum zeimaligen Sieg in der Formula Junior in Monza:




Hier können Sie ein 10minütiges Video zum
Dagrada Lancia in Monaco sehen.

Das Rennen fand am 11. Mai 2008 statt.

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Im Jahre 1963 gründete Cesare Fiorio das private Rennteam HF Squadra Corse. Dieses Team beschäftigte sich zunächst mit den Fahrzeugtypen des Flaminia Coupe und des Lancia Flavia Zagato.
Das Kennzeichen dieses erfolgreichen Privatteams sind die beiden weißen Buchstaben H und F und vier kleine rote Elefanten, die das Emblem in der Mitte von rechts nach links durchziehen. Das Emblem hat sich in späteren Jahren verändert und besteht nun aus gelben Buchstaben und nur noch einem Elefanten. Dieses Zeichen wurde in den darauffolgenden Jahren auch für besonders sportliche Serienfahrzeuge eingesetzt. Zu Beginn des Jahres 1965 ernannte die Lancia-Führung die Squadra Corse zum offiziellen Werksrennstall. Ab dem Jahre 1975 konnte sich die Squadra über den finanzkräftigen Sponsor Alitalia freuen. Die HF Squadra Corse verzeichnete mit dem Flavia Zagato 1.8 (130PS) einen Erfolg in der schwierigen Rallye "Coupe des Alpes", die über eine Streckenlänge von insgesamt 3612 Kilometer bewältigt werden musste.
Zunächst engagierte man sich mit dem Lancia Flavia Sport in der neu eingeführten Tourenwagenmeisterschaft.
Das überaus erfolgreiche Fulvia-Coupe wurde von dem kompromisslos sportlich ausgelegten Mittelmotor-Sportwagen Stratos abgelöst. Der Lancia Stratos wurde von einem 6-Zylindermotor mit 2.4 Liter Hubraum und ca. 200PS in der Basisversion angetrieben. Mit ihm gewann Lancia in den Jahren 1974 bis 1976 dreimal die Rallye-WM.
Die 80er Jahre werden immer noch mit der höchst erfolgreichen Rallye- und Rennsportgeschichte der Firma Lancia verbunden. Die Erfolge der konkurrenzlos starken Fahrzeuge wie des Delta HF 4WD, HF integrale, Delta S4 und die folgenden Evolutionsstufen lassen heute noch motorsportbegeisterte Menschen aufhorchen.
1980 und 1981 gewannen die Gruppe-5-Mittelmotor-Rennwagen Lancia Beta Montecarlo zweimal die Markenweltmeisterschaft.





Die extrem leistungsstarken Lancia LC2 mit 800 PS der Gruppe-C Rennwagen kamen ab 1982 zum Einsatz und lösten die Gruppe-5-Rennwagen ab. Die Gruppe-6 Rennwagen wurden von den übermächtigen Lancia LC1 mit einer Leistung von 450 PS angeführt.








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Der Lancia Stratos ist mit dem Lancia Delta HF Integrale der bekannteste und wohl auch erfolgreichste Rallye-Bolide aller Zeiten.
Seine kompromisslose und aussergewöhnliche Form hat ihn berühmt gemacht. Der Basis-Motor aus dem Dino 246GT verfügte über 2.4 Liter Hubraum, verteilt auf 6 Zylinder und einer Leistung von 190PS. Eingesetzt wurde dieser Motor in der Versione Stradale. Im Rallye-Einsatz wurden leistungsgesteigerte Konstruktionen mit 24-Ventil Zylinderköpfen und Turboaufladung eingesetzt, die über eine Leistung von bis zu 560PS verfügten und in der Gruppe4 und Gruppe5 äußerst erfolgreich waren.








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Die legendären Rennwagen mit der Martini-Lackierung wurden bis 1986 eingesetzt und von namenhaften Rennfahrern pilotiert. Später entschloss man sich in Turin das Gruppe-C-Segment zu Gunsten der Rallyeeinsätze aufzugeben.
Der im Jahre 1983 eingesetzte Lancia Rallye 037 löste den sehr erfolgreichen Mittelmotor-Sportwagen Stratos ab. Die Rennbilanz des Lancia Rallye 037 ließ erkennen, das er seine Position als würdiger Nachfolger des übermächtigen Lancia Stratos verdient hatte.



Lancia Rally 037 - Foto: Supercars.net
Durchsichtmodell Lancia Rallye 037

Lancia Rally 037 - Foto: Supercars.net
Martini Racing Service

Lancia Rally 037 - Foto:Supercars.net
Motorraum des Rallye 037


Lancia Rally 037 - Foto: Supercars.net
geöffneter Motorraum des Rallye 037


Zu den erfolgreichsten Rallye-Fahrzeugen in der Motorsportgeschichte gehörten mit Sicherheit auch der turbo- und kompressorgeladene Lancia Delta S4 und der turbogeladene Lancia Delta HF integrale.
Lancia Delta S4 Heckansicht
Diese Fahrzeuge gewannen nicht weniger als 6 Marken- und 5 Fahrer-Weltmeistertitel.

Kein anderer Hersteller war bisher so erfolgreich im Rallysport wie die Firma Lancia!
Die Erfolgreichen
Im Hintergrund (von links nach rechts): Lancia Fulvia HF, Lancia Stratos, Lancia Rally 037, Lancia Delta HF 4WD
Im Vordergrund: Lancia Delta HF Integrale



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Lancia D24 SpiderLancia D24 mit Alberto AscariLancia D50 Formel 1Lancia Flavia Sport
Lancia Fulvia MonteCarloLancia Beta MonteCarlo Turbo Gruppe 5Lancia Rally 037Lancia Stratos Alitalia
Lancia LC2Lancia Delta S4Lancia Delta HF 4WDLancia Delta HF Integrale



Weitere Informationen über Rallye-Fahrzeuge

Historic Lancia Rally


 
 
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